Internationales Symposium zu Hightech-Materialien in Rostock

Das zweitägige Symposium gibt Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Medizinern einen kompakten Überblick zu technischen Entwicklungen der Medizin-, Implantat-, Beschichtungs- und Kunststofftechniken, die sich vor allem durch Nanotechnologie sowie Funktionalisierungsmöglichkeiten eröffnen. Die Experten diskutieren hierbei die Entwicklung von Hightech-Materialien und deren Anwendungen für orthopädische sowie dentale Implantate, Stents, Gewebestrukturen und Krebsbehandlungen. Als Key-Note wird der Nobelpreisträger Prof. Jean Marie Lehn (1987 für seine Arbeit im Forschungsfeld der Supramolekularen Chemie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet) über adaptive Materialien berichten. Eine begleitende  Fachausstellung rundet die Tagung ab.

Implantate sind aus der modernen Medizin von heute nicht mehr wegzudenken. Sie helfen dem Patienten, nach Unfall, Krankheit oder altersbedingter Funktionseinschränkung wieder eine höhere Lebensqualität zu erreichen. So unterstützen Implantate geschädigtes Hartgewebe (Knochen) oder Weichgewebe (Gefäße) oder übernehmen deren Funktion. Beispiele sind Schrauben und Platten nach Knochenfrakturen oder Gefäßstützen (Stents) bei Gefäßverengungen. Welche Möglichkeiten und Herausforderungen es heute und zukünftig gibt, Wirkungen und Wechselwirkungen funktioneller Oberflächen mit umgebenen Geweben zu steuern und sie als Systemkomponenten in medizinischen Implantaten nutzbar zu machen, werden Ärzte, Naturwissenschaftler und Techniker aufzeigen.

„Gerade bei der Verbesserung und Entwicklung neuer Materialien für die Anwendung im medizinischen Bereich zeigt sich die Notwendigkeit des engen Austauschs der Wissensgebiete sehr deutlich.  Nur durch  enge Zusammenarbeit von Medizinern, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern können Biomaterialien gezielt optimiert werden. Vor allem  könnte damit der  Schritt  hin zu aktiven und adaptiven Implantaten gelingen. Bei den Materials´ Days Rostock 2013 kommt bewusst eine solch breite Gemeinschaft an Wissenschaftlern zum Dialog zusammen“, betont Eberhard Burkel, Professor für Physik, Neue Materialien an der Universität Rostock.

In Rostock hat sich mit der Universität als auch den ansässigen Firmen wie der Artoss GmbH (Knochenaufbau) oder DOT GmbH (Beschichtungen für Implantate und Instrumente) ein Kompetenzzentrum hinsichtlich der Verbesserung und Neuentwicklung medizinischer Implantate in Deutschland gebildet. Mit Hilfe der Materials´ Days Rostock wollen Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft für Fachgespräche und eine gemeinsame Projektarbeit zusammenbringen. Der interdisziplinäre Austausch zum Einsatz innovativer Werkstoffe ermöglicht den Unternehmen neue und verbesserte Anwendungen für den Zukunftsmarkt Medizintechnik zu entwickeln.“, erläutert Christian Weiß, Geschäftsführer Rostock Business.

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Medienvertreter sind herzlich willkommen! Professor Eberhard Burkel steht im Vorfeld gern für ein Interview bereit.

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