Rostocker Technologieunternehmen entwickelt innovatives 3D-Druckverfahren

Das junge Unternehmen AIM3D bleibt dem Standort Rostock treu und bezog eigene Räumlichkeiten in der Schweißtechnischen Versuchsanstalt im RFH. Die Ausgründung aus der Universität entwickelt zukunftsweisende Metall-3D-Drucker und 3D-Druckverfahren und Fertigungstechnologien. Dabei geht es vor allem um die Entwicklung verbesserter Produkte via 3D-Druck, die sich herkömmlich schlechter oder gar nicht herstellen lassen wie beispielsweise aus Metall bestehende Hohlkörper und Leichtbaustrukturen. Die Unternehmer sind zudem auf der Suche nach Partnern und Zulieferern in der Region, die Prototypen oder Spezialprodukte in kleinen Auflagen herstellen.

Das Vorhaben, ein eigenes Unternehmen zu starten, entstand als Ausgründung am Lehrstuhl für Fluidtechnik und Mikrofluidtechnik (LfM) von Prof. Hermann Seitz der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik an der Universität Rostock. Das Team besteht aus Clemens Lieberwirth, dem Geschäftsführer Dr.-Ing. Vincent Morrison sowie den Mitarbeitern Dr.-Ing. Tom Rückborn und René Zielke. Sie alle sind Rostocker und gute Freunde, die sich zum Standort Rostock bekennen. 

Erste Versuche zum Metall-3-D-Druck-Verfahren von AIM3D wurden erfolgreich bereits im Mai 2014 am LfM durchgeführt. Im Oktober 2014 folgten der Bau eines Versuchsprototypen und im Dezember die Anmeldung des Patents zum CEM-Verfahren (Composite Extrusion Modeling). Es zeigte sich im Rahmen der Weiterentwicklung, dass das Verfahren mit gängigen Metallspritzgussverfahren bezüglich der Materialeigenschaften der Erzeugnisse konkurrieren kann. 

„Wir sind uns sicher, dass unser CEM-Verfahren eine kostengünstige Alternative zu gängigen Metall-3D-Druckverfahren liefert und somit den Metall-3D-Druck weiter etablieren wird.“, ist Geschäftsführer Vincent Morrison überzeugt. Dies ermögliche neue Fertigungsansätze für viele Bereiche im Maschinenbau wie z. B. in der Automobilbranche, in der Luft- und Raumfahrt, bei der Werkzeugfertigung, im Sondermaschinenbau und auch als Erweiterung für Metallspritzgussnutzer. So sinke nicht nur der Preis für die Protypenfertigung, sondern es würden auch neue Gestaltungsmöglichkeiten ermöglicht. 

Nachdem im Januar 2017 die AIM3D GmbH gegründet wurde, unterstützte Rostock Business bei der Suche nach Büro- und Produktionsräumen sowie Kontakten für die Finanzierung. Auf den angemieteten 200 qm wird gegenwärtig die Vorserienanlage ExAM 255 aufgebaut. Für die Messe Rapid Tech vom 20. bis zum 22. Juni 2017 in Erfurt wurde ein Prototyp fertiggestellt.

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