Wissenschaft + Wirtschaft: Universität Rostock und Rostock Business vertiefen ihre Kooperation

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

Heute (29. August 2012) unterzeichneten Professor Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, und Christian Weiß, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH, eine Kooperationsvereinbarung zwischen Universität und Wirtschaftsförderung. Die darin vereinbarten Maßnahmen sollen verstärkt Potenziale im Technologie- und Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft nutzen. Dazu gehören unter anderem gemeinsame Veranstaltungen, die zielgerichtete Vermittlung von Unternehmen an Wissenschaftler der Universität und die Umsetzung strategischer Drittmittelprojekte.

Technologie & Trends in der Wirtschaftsförderung „Wir haben bei Rostock Business für den Bereich Technologie zu Beginn dieses Jahres eigens die Stelle eines Beraters für Trends & und Technologiemarketing geschaffen. So können Forschung und Entwicklung (FuE) treibende Unternehmen aus der Region direkt ihre Bedarfe an die Wirtschaftsförderung richten und über gezielte Vernetzung in Kontakt mit weiteren Unternehmen und Forschungseinrichtungen gebracht werden“, erläutert Christian Weiß den gesetzten Schwerpunkt bei Rostock Business.

Wirtschaftstransfer an der Universität Die größte Universität des Landes Mecklenburg-Vorpommern stellt mit ihren ca. 300 Professoren und mehr als 15.000 Studierenden eine wissenschaftliche Einrichtung von zentraler Bedeutung für derartige Aktivitäten dar. Der Zugang an die Universität wird über die Wirtschaftstransferbeauftragte gewährleistet, die im Auftrag des Landes, der IHK zu Rostock und der Universität Wissenstransfer in die Wirtschaft leistet. „Die Vernetzung von Wirtschaft und Forschungslandschaft der Region zu fördern und damit die vorhandenen Technologiestärken sichtbar zu machen - das ist ein wichtiges Anliegen der IHK. Gerade Rostock hat eine breit aufgestellte Forschungslandschaft, die viel Potenzial für den Technologietransfer von den Forschungseinrichtungen in die Industrie bietet.“, sagt Andreas Sturmowski, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Rostock.

Kooperation Wirtschaftsförderung und Universität Die ab sofort konkrete Kooperation erleichtert diesen Transfer von beiden Seiten und führt zu einer effektiven Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft in technischen Bereichen. Forschung und Entwicklung treibende Unternehmen erhalten so leichteren Zugang zur Infrastruktur der Universität und ihrer Institute. Durch gezielte Kontaktanbahnung zu den wissenschaftlichen Kompetenzträgern kann die Universität im Gegenzug Forschungskompetenzen gezielter und damit wirtschaftsnah einbringen. So wird die Region Rostock noch wettbewerbsfähiger, werden Arbeitsplätze gehalten und geschaffen.

„Eine Zusammenarbeit in dieser Form ist einzigartig in Mecklenburg-Vorpommern. Die Universität als Landeseinrichtung und Rostock Business als kommunale Wirtschaftsförderung schaffen so ein Modell mit Vorbildcharakter. Daraus ergeben sich Vorteile für die Unternehmen in der Region, da Projekte in Forschung und Entwicklung schneller auf den Weg kommen“, freut sich Rektor Wolfgang Schareck auf die intensivierte Kooperation. Die Wissenschaftler profitieren vom Praxisbezug hinsichtlich neuer Forschungsfragen sowie einer besseren Vernetzung mit der Wirtschaft der Region. Dadurch gewinnt der Technologiestandort Rostock weiter an Individualität und Attraktivität.

Best Practice Ein erfolgreiches Beispiel für die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft ist die Sysgo AG, die als Anbieter von IT-Lösungen unter anderem Software für die Virtualisierung entwickelt. Dabei stand die Expertise der Universität Rostock für die Entscheidung einer Ansiedlung der Niederlassung im Jahr 2008 Rostock im Vordergrund. Betreut wurde die Sysgo AG dabei von Rostock Business. Heute sind in der Niederlassung 10 Mitarbeiter beschäftigt.

Ein weiteres erfolgreiches Beispiel aus dem Transfergeschäft ist die mittelständische LEKO Metalltechnik GmbH aus Roggentin. Durch die Wissenschaftstransfer-beauftragte der Universität konnte schnell der wissenschaftliche Partner gefunden werden. Nach vier Wochen stand der Arbeitsplan. Ein aus Landesmitteln gefördertes Forschungsprojekt zum Thema „Nutzung von regenerativen Energien über optimierte Niedertemperatur-Infrarotheizungen“ wird nun durch den Lehrstuhl für Technische Thermodynamik bearbeitet. Erste Ergebnisse liegen bereits vor. Weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen LEKO Metalltechnik, Universität und Rostock Business werden derzeit geprüft.

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