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34-Millionen-Auftrag: Neue Jobs Die Rostocker Kaefer Schiffsausbau GmbH hat von den Aker-Werften einen 34-Millionen-Auftrag erhalten. Die Zulieferer haben außerdem Aufträge von der Meyer-Werft. Immer mehr Werften und Reeder bevorzugen es, den Ausbau des Schiffsrumpfes bis zur übergabefähigen Einrichtung in eine Hand zu geben. Die Rostocker Firma Kaefer Schiffsausbau GmbH freut sich darüber. „Wir haben bis 2010 volle Auftragsbücher“, sagt Ulrich Dittmann, Abteilungsleiter Schiffbau. Er ist besonders glücklich über einen Großauftrag von den Akerwerften. „Für 34 Millionen Euro wird Kaefer die aus Finnland gelieferten Kabinen in die beiden RoPax-Fähren bringen, für Anschlüsse sorgen und den Gangbereich ausbauen“, sagt Werft-Sprecher Matthias Trott. Auch die Restaurants würde Kaefer ausbauen. Die von Aker gebauten Fähren für die Reederei Stena werden die weltweit größten sein, die es bislang gibt. Sie verfügen unter anderem über 5500 Lademeter für Lkw und Trailer und befördern 1200 Passagiere pro Schiff. Das Maximum liegt noch bei 900. „Es ist das erste Mal, dass eine Werft solch einen großen Auftrag in eine Hand vergibt“, ist Dittmann stolz. Er und sein Abteilungsleiter-Kollege Ingo Grams, der für die Möbelproduktion der Schiffe verantwortlich zeichnet, haben sich Partner für diese Herausforderung gesucht. „Wir greifen bewusst auf Firmen zurück, die seit Jahren mit der Werft zusammenarbeiten“, betont Dittmann. Der Millionen-Auftrag hat unter anderem zur Folge, dass etwa 150 Arbeitskräfte aus fünf anderen Firmen für die nächsten zwei Jahre Arbeit haben. Kaefer selbst will weitere Leute einstellen, u.a. Projektbetreuer mit CAD-Erfahrung. Das Unternehmen Kaefer Schiffsausbau ist 2007 vom Hafenvorgelände in die Schmarler Industriestraße gezogen. Hier ist dank Hilfe der Wirtschaftsförderer von Rostock Business ein hochmoderner Produktionsbetrieb entstanden. Der versetzt die Kaefer Schiffsausbau GmbH in die Lage, Großaufträge für Passagier-, Fähr- und Frachtschiffe, aber auch Megayachten oder Bohrinseln abzuarbeiten. Eine Kooperation mit Aker Finnland deutet sich an. Der Schiffbau gilt als Keimzelle der Kaefer-Gruppe, die vom Standort Bremen aus international agiert und seit 1992 auch eine Niederlassung in Rostock hat. Hier arbeiten etwa 55 Leute. Die Kaefer Schiffsausbau GmbH hat auch zwei weitere Aufträge für den Schiffsinnenausbau von Aida-Schiffen von der Meyer-Werft in Papenburg. Der dortige Bauleiter Hannes Wüstnienhaus sagt: „Unsere Erfahrungen mit Kaefer Schiffsausbau sind gut, die Absprachen werden eingehalten und einmal gesetzte Termine werden zuverlässig abgearbeitet.“ Das sei für die Meyer-Werft sehr wichtig, da so auch nachfolgende Firmen Ihre Arbeiten pünktlich beginnen könnten und das Schiff zum Termin übergeben werde. „Aus diesem Grund ist Kaefer Schiffsausbau auch bei weiteren Schiffen für uns tätig.“ Rostocks OB Roland Methling sagt: „Maritime Zulieferunternehmen sind ein wichtiges Standbein für den Wirtschaftsstandort.“ Umso mehr freue es ihn, dass diese Branche durch das Engagement der Kaefer-Gruppe ausgebaut werde. Quelle: Ostseezeitung, WOLFGANG THIEL
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