Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH
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Hafen, Schifffahrt und Schiffbau, von Neubau bis Reparatur, spielen im Wirtschaftsleben der Hansestadt Rostock seit Jahrhunderten eine große Rolle. Innovative Reedereien und Werften, aber auch Zuliefererunternehmen und Entwicklungsdienstleister prägen den maritimen Sektor der Region. Die maritime Industrie ist der größte Arbeitgeber in der Region Rostock - mehr als 10.000 Menschen arbeiten in diesem Bereich. Große und kleine Unternehmen bilden den Nukleus für technologische Innovationen und die Etablierung neuer Produkte für die Branche.
Bedingt durch die geographische Lage, durch die vorhandene Infrastruktur und die Funktion des Hafens als Drehscheibe haben sich gewachsene Handelsbeziehungen im Ostseeraum und nach Süd- und Westeuropa entwickelt. Der Hafen ist Zentrum für viele unterschiedliche Unternehmen des maritimen Sektors, die alle Vorzüge eines Tiefwasserhafens mit kurzem Seekanal und direktem Autobahnanschluss nutzen. Rostock ist das maritime Zentrum an der Ostseeküste.
Ein Ausblick in die Zukunft: Der Waren- und Personenverkehr auf der Ostsee wird weiter steigen. Zuliefererbetriebe werden sich zusammenschließen und den Anteil der regionalen Wertschöpfung im Schiffbau weiter erhöhen. Besonders die Bereiche Seeverkehr und Hafenwirtschaft zeichnen sich durch hohe Wachstumspotenziale aus. Das Wachstum im Ostseeraum und die EU-Osterweiterung, Investitionen zur Verbesserung der Hinterlandanbindungen sowie der Anstieg des maritimen Tourismus werden den Wirtschaftsstandort Rostock weiter stärken. Diese wirtschaftlichen Entwicklungschancen sind an den Einsatz von Forschung gebunden. Spezialisierungen wachsen in den Bereichen Sicherheitssysteme/Navigation, insbesondere in Verbindung mit dem Galileo-Forschungshafen, heran. Im „Forschungshafen Rostock“ wird derzeit das neue europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo, eine Ergänzung und Erweiterung des amerikanischen GPS, entwickelt. Galileo erlaubt die Einbindung terrestrischer Sendestationen, so genannter „Pseudolites“, zur lokalen Verbesserung der Genauigkeit oder als Einsatz für fehlende Satellitensignale. Ziel ist es, im Bereich des Seekanals und der Hafenbecken das hochgenaue und sichere Navigieren der Schiffe auch unter schwierigen Bedingungen zu verbessern. Mit dem Projekt „GAMMA“ soll dann die Entwicklung von Anwendungen für den Schiffs- und Warenverkehr sowohl auf der Seeseite als auch der Landseite vorangetrieben werden. Dieses Projekt dient der wirtschaftlichen Entwicklung Rostocks als Technologiestandort. Darüber hinaus gibt es eine Reihe technologischer Synergiepotenziale zwischen Offshore- Windenergieanlagen und der Luftfahrttechnik.
„Rostock mit seinem Hafen bietet Liebherr die Möglichkeit, maritime Produkte in bisher nicht realisierbaren Dimensionen herzustellen. Wir können unsere Kräne und Komponenten direkt vom Werk auf das Transportschiff verladen oder auf dem Schiff aufbauen. Diese Situation ermöglicht es uns, in neue Marktsegmente vorzudringen. Mit Rostock Business haben wir einen kompetenten Gesprächspartner, mit dem wir schnell und unbürokratisch Fragen zur Standortentwicklung klären können. Besonders hilfreich für uns ist das wachsende Netzwerk, das durch Rostock Business permanent weiterentwickelt wird.”
THOMAS MÜLLER
BETRIEBSLEITUNG LIEBHERR-MCCTEC ROSTOCK GMBH