Das Wirtschaftsleben und die Identität der Hanse- und Universitätsstadt Rostock wird seit jeher durch seinen Hafen, die Schifffahrt und den Schiffbau geprägt. Auch heute noch wird diese Tradition gelebt und gepflegt. Luxuriöse Flusskreuzfahrtschiffe, eisgängige Megayachten und große Kreuzfahrtschiffe aus „Made in Mecklenburg-Vorpommern“ sind heute begehrter denn je.

Neben dem Schiffbau prägen vor allen Dingen die innovativen Reedereien, maritimen Zulieferunternehmen, Seeverkehr und Hafenwirtschaft, Fischerei und Tourismus die maritime Wirtschaft in der Region. Mit über 10.000 Beschäftigten ist sie einer der größten Arbeitgeber in der Region. Hierbei besitzt der Rostocker Hafen - das Herz der Hansestadt - eine besondere Rolle. Mit jährlich knapp 8.000 Schiffsanläufen ist der Seehafen Rostock nicht nur einer der aktivsten, sondern mit einer Wassertiefe von 14,50 m auch der tiefste deutsche Ostseehafen und bietet perfekte nautische Bedingungen. Ergänzend dazu dient neben dem Überseehafen auch der Fracht- und Fischereihafen in der Stadt als vielseitiger Umschlagshafen für verschiedenste Güter. Zahlreiche Dienstleister der maritimen Industrie sind hier ansässig, aber auch Forschungsinstitute und Bildungszentren. Auf Grund der stetig anhaltenden rasanten Entwicklung ist eine Erweiterung der 1.300 m Kaikante und 10 km Gleisnetz geplant.

Neben dem größten Frachthafen Deutschlands an der Ostsee stellt Rostock mit 200 Anläufen von Kreuzfahrtschiffen und über 600.000 Kreuzfahrtgäste mittlerweile auch Deutschlands größten Kreuzfahrthafen. Hinzu kommt die Passagierschifffahrt mit Fähren nach Skandinavien, Finnland und ins Baltikum, welche jährlich von über 2,5 Millionen Menschen genutzt werden.

 

Standortstärken

  • Nähe zu bedeutenden Ostseehäfen und niedrige Transportkosten
  • Wichtiger Personen- und Gütertransporthafen für Nord- und Osteuropa
  • Gewerbe- und Industrieflächen in Hafennähe
  • Enge Verzahnung von Forschung und Entwicklung
  • Breites Spektrum an Herstellern, Zulieferer- und Dienstleistungsunternehmen der maritimen Wirtschaft
  • Hochschulstandort mit spezialisierten Ausbildungsgängen
  • Galileo Forschungshafen
  • Starkes Branchennetzwerk
  • Marinestützpunkt Warnemünde (Marinekommando in Rostock)

Perspektiven

Ein Ausblick in die Zukunft: Der Waren- und Personenverkehr auf der Ostsee wird weiter steigen. Zuliefererbetriebe werden sich zusammenschließen und den Anteil der regionalen Wertschöpfung im Schiffbau weiter erhöhen. Besonders die Bereiche Seeverkehr und Hafenwirtschaft zeichnen sich durch hohe Wachstumspotenziale aus. Das Wachstum im Ostseeraum und die EU-Osterweiterung, Investitionen zur Verbesserung der Hinterlandanbindungen sowie der Anstieg des maritimen Tourismus stärken den Wirtschaftsstandort Rostock.

Um zukünftig größere Massengutfrachter bedienen zu können und damit auch die Effektivität des Umschlages zu erhöhen wird seit Mitte 2018 auf dem Hafengelände gebaut. Im Zuge der Erneuerung eines 270 m langen Liegeplatzes sollen die Flächenbelastbarkeit der Kaianlage erhöht und vorbereitende Maßnahmen für eine geplante Seekanalvertiefung auf 16,50 m getroffen werden. Weitere Arbeiten finden im Rahmen der Ertüchtigung der Schwerlastflächen statt. Ein spezieller Kai mit schwerlastfähiger Schienenfahrbahn für einen Mega-Kran der Firma Liebherr soll im 2. Quartal 2019 extrem schwere Projektladungen ermöglichen. Die Firma Liebherr zählt mit seiner Entwicklung und Produktion von Schiffs-, Hafenmobil- und Offshorekranen zu den Weltmarktführern.

Investitionen des Landes, der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und ROSTOCK PORT in den Neubau eines weiteren Abfertigungsgebäudes sollen Qualität und Sicherheit im Bereich der Kreuzschifffahrt in Warnemünde verbessern.

Gegenwärtig laufen in der baubehördlichen Zuständigkeit bei der Hanse- und Universitätsstadt Rostock die Planungen für den Bau einer Landstromanlage in Warnemünde. Eine entsprechende Absichtserklärung zur gemeinsamen Förderung einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Kreuzschifffahrt war mit AIDA Cruises im Sommer 2018 unterzeichnet worden. Ziel ist eine Inbetriebnahme der Anlage bis zum Jahr 2020.

Spezialisierungen wachsen in den Bereichen Sicherheitssysteme und Navigation heran. Im „Forschungshafen Rostock“ wird derzeit durch das Institut für Automatisierungstechnik der Universität Rostock intensiv an Anwendungsszenarien für autonome maritime Systeme geforscht.

Im Bereich „Maritime Ergänzungssysteme“ arbeitet die Abteilung nautische Systeme des Institutes für Kommunikation und Navigation des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt an neuen Methoden und Technologien zur Verbesserung der Genauigkeit und Integrität der im maritimen Umfeld von Sensoren und Diensten gelieferten Daten. Diese Projekte dienen der wirtschaftlichen Entwicklung Rostocks als Technologiestandort. Darüber hinaus gibt es eine Reihe technologischer Synergiepotenziale zwischen Offshore-Windenergieanlagen und der Luftfahrttechnik.

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