Die Windenergiebranche in Mecklenburg-Vorpommern hat über die letzten Jahre ein konstant hohes Wachstum verzeichnet. Auf Grund der hohen Dichte der Akteure und des guten Investitionsklimas haben sich sowohl internationale als auch nationale Akteure in und um Rostock angesiedelt, oder konnten hier zu solchen heranwachsen. Von der Projektentwicklung und Konzeption über die Produktion und Zulieferung bis hin zu Service und Wartung von On- und Offshore-Anlagen ist die gesamte Wertschöpfungskette vor Ort abgebildet. Ob Fundament, Turm, Turbine, Gondel, oder Rotorblatt – alle Produkte werden in der Region hergestellt: „Made in MV“.

Die Windindustrie hat hier einen idealen Standort mit besten Möglichkeiten für Wachstum und Entwicklung gefunden. Zahlreiche branchenspezialisierte Ingenieurbüros, Zulieferer und Produzenten haben sich mittlerweile für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock als Standort entschieden. Zu Ihnen gehören Unternehmen wie die Nordex Energy GmbH und eno energy GmbH als Produzenten von Windenergieanlagen sowie Zulieferer und Dienstleister wie dieEEW Special Pipe Constructions GmbH, die OIS Offshore Industrie Service GmbH oder die wpd windmanager Rostock GmbH & Co. KG.

Standortstärken

  • Führende Position bei der Planung, Errichtung und Betrieb von Windenergieanlagen
  • Lange Tradition in Schiff- und Anlagenbau mit Kompetenzen insbesondere für die Offshore-Windenergie
  • Erfahrenes und qualifiziertes Arbeitskräftepotenzial
  • Infrastruktur entspricht allen logistischen Anforderungen
  • Seehafen Rostock ist der tiefste deutsche Ostseehafen (14,5 m), ohne Tidenhub, mit kurzem Seekanal und direktem Autobahnanschluss
  • Regionale Netzeinspeisung als weiterer Standortvorteil- vorhandener Netzeinspeisungspunkt mit dem 380-Kilovolt-Umspannwerk in Bentwisch bei Rostock- hier kann der auf See erzeugte Strom »angelandet« und umgespannt werden

Perspektiven

Derzeit produzieren circa 1.900 Onshore-Windenergieanlagen in Mecklenburg-Vorpommern grünen Strom. In der deutschen Ostsee sind es 232 Anlagen mit einer Leistung von 1.076 MW, also Strom für eine Million Haushalte. Das Projekt Wikinger von Iberdrola (70 Anlagen mit insgesamt 350 MW) ging 2018 vollständig ans Netz. Die Erweiterung wird bereits geplant. Allein in 2018 gingen 60 Offshore-Windenergieanlagen in Betrieb. Das E.ON Projekt Arkona ging im April 2019 in Betrieb. Weitere Windparks sind in der Deutschen Ostsee geplant.
Wissenschaftliche Partner der Windenergiebranche sind die Universitäten und Fachhochschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Universität Rostock unterstützt die Branche unter anderem durch ihre Fakultäten für Maschinenbau, Schiffstechnik, Informatik und Elektrotechnik. Der 2014 von Nordex gestiftete und 2018 verstetigte Lehrstuhl für Windenergietechnik mit der Ausbildung von Windenergieingenieuren hat einen entscheidenden Mehrwert für das Wachstumscluster und bereits dazu beitragen, den Fachkräftebedarf zu decken. Weiterhin sind renommierte Forschungsinstitute wie die Fraunhofer Einrichtung für Großstrukturen in der Produktionstechnik, Schifffahrtsinstitut Warnemünde e.V. sowie das Institut für Angewandte Ökosystemforschung maßgeblich an Forschung und Entwicklung beteiligt.

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